Was machst du eigentlich den ganzen Tag?, fragt Frau Brüllen an jedem 5. des Monats. Voilà, das sind meine Realitätsfetzen von diesem Samstag:

Dinge, die ich heute getan habe:
Mit dem Kind müde aufstehen, duschen, Eiswürfeldrinks für uns beide zubereiten, Bücher gemeinsam anschauen, Obst essen, von C. gemachten Kaffee trinken, mit dem Sohn tanzen, allein sein und lesen, wichtige Stellen markieren, das Kopf-Chaos sortieren, es zumindest versuchen, Yoga mit Adriene, neben dem Kind liegen, während es aufwacht, kuscheln, einen riesigen Karton zusammen bemalen, C. meine neuesten Erkenntnisse erzählen, schlechte iPhone-Fotos machen, einen Brief einstecken, einkaufen gehen, Mango-Eis mixen, kleckern, mir die Schranktür an den Kopf hauen (unbeabsichtigt!), Windeln wechseln, schreiben, mit dem Kind baden, bloggen.

Dinge, die ich heute gedacht habe:
Wieso muss immer ich zuerst aufstehen? Ich hab noch nicht alles ausgepackt, obwohl wir schon seit vorgestern wieder da sind. Das hätte meine Mutter nie gemacht. Er sollte das unbedingt weitermachen, egal für welches Studium er sich entscheidet. Ich muss das aufschreiben. Mal sehen, ob er sich an die kleinen Einkaufswagen erinnert. Wow, das kriegt er wirklich gut hin. Er ist wunderschön. Pet-Play?! – es gibt schon verrückte Sachen. Juhu, er will nicht wieder raus. Gedanken zurückzuverfolgen ist echt schwer. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20 (dreimal hintereinander).

Dinge, die ich heute gesehen habe:
Einen Heißluftballon. Einen Eiswürfel, der schmilzt. Eine Frau, die malt. Mein Spiegelbild. Einen bunten Karton. Ein nasses Kind. Müll. Meine EC-Karte. Stöcker. Eine Feder.

Dinge, die ich heute gehört habe:
„Mama-Mama-Mama-Mama-Mama-Mama“, drei selbstkomponierte Songs meines Bruders, die Kaffeemühle, „Du bist schön.“, „Und außerdem?“, unseren Mixer, „Kannst du bitte mitkommen?“, Wasserplatschen, Glockengeläut, Kinderkicher, das Essen in der Pfanne brutzeln.

Wörter, die ich heute gesagt habe:
Danke. Hast du Hunger? Wollen wir malen? Sie ist zwischen den Welten. Das wär´s. Wollen wir noch Captain Waschlappen dazu holen? Oh, da ist eine kleine Spinne auf deinem Rücken. Ich schmeiße Sie, ich schmeiße Sie – ins Bett. Du hast gelügt! Wer war das? Okay.

Dinge, für die ich heute dankbar war:
Zeit für mich, dass ich mit niemand anderem zusammen sein will, Mangos, dass es keine Angst beim Baden gab, den Duft nach dem Regen.

Und was habt ihr heute so getrieben? 🙂