In der letzten Woche stellte ich die Aufgabe, nach Musik zu malen beziehungsweise wild zu kritzeln.
Ich muss sagen, ich hatte echt Spaß dabei!

Zur Vorbereitung hängte ich ein Blatt Papier (ca. 1m x 0,5m) an die Wand und setzte meine Kopfhörer auf – damit mich störende Geräusche nicht von der Musik ablenken konnten.
Als Song wählte ich mir Tenegan der israelischen Musikerin Yuval Dayan. Ich liebe dieses Lied, obwohl ich kein Wort verstehe, denn sie singt auf Hebräisch.
Stifttechnisch musste ich Abstriche machen. Ich wollte eigentlich schwarz nehmen. Aber mein Sohn, der mit mir malte, hatte die gleiche Idee. Gut, dann eben dunkelblau. 😉

Achtsamkeit und kreativität

Ich drückte auf Play und mit dem ersten Ton kam der erste Strich.

Achtsamkeit und kreativität

Es war viel leichter als ich dachte, sich voll auf die Musik einzulassen. Sie in Striche zu übersetzen.

Achtsamkeit und kreativität

Irgendwann war mein Stift abgenutzt und ich wechselte zu grün.

Achtsamkeit und kreativität

Tatsächlich war es eins der prozessorientiertesten Dinge, die ich je gemacht habe. Ich achtete viel mehr auf das, was ich hörte als auf das, was ich malte. Ich musste keine kritischen Stimmen unterdrücken. Die hatten überhaupt keine Zeit, sich einzuschalten. Denn die Musik lief ja immer weiter und ich folgte ihr: Ton, Strich, Stimme, Strich, Gefühl, Strich, Strich,Strich… .

Achtsamkeit und kreativität

Es tat so gut, das Ganze im Stehen zu machen. Das Papier hätte ruhig noch größer sein können. Manche Sequenzen brauchten einfach ausladende Bewegungen. Überhaupt fühlte es sich zwischendurch beinahe wie eine Performance an, denn ich tänzelte beim Malen ganz schön herum. 🙂

Achtsamkeit und kreativität

Diese Aktion dauerte nur 3 Minuten. Aber sie war so intensiv, dass ich danach einen kleinen Glückshöhenflug (an einem ansonsten wirklich chaotischen Tag) hatte. Das war toll. Das will ich bald wieder. 😀

Wie erging es euch?

Die zwölfte Aufgabe

Nun tänzeln wir elegant zur nächsten Aufgabe.

Material:
Dein Kleiderschrank (also der Inhalt).

Aufgabe:
Kombiniere etwas, das du noch nie kombiniert hast und trage es für einen Tag.

Hashtag:
#artup_woche12

Notiz:
Wir zaubern aus deinen alten Klamotten einen neuen Look! Nein, keine Angst, ich bin nicht in die Redaktion von InStyle gewechselt. 😉 Es geht mir bei dieser Übung natürlich um etwas mehr als „fancy“ auszusehen.

An mir selbst habe ich beobachtet, dass deutlich mehr Sachen in meinem Kleiderschrank hängen, als ich letztendlich trage. Ich schnappe mir aus Zeitgründen oder Einfallslosigkeit immer wieder dieselben. Das wäre kein Problem, wenn ich nicht das Gefühl hätte, dass ich gern mutiger wäre. Denn eigentlich würde ich lieber verrückter, bunter und verspielter herumlaufen, als ich es tatsächlich tue.

Bei anderen mag ich zum Beispiel Kombinationen, die auf den ersten Blick nicht so wirklich zueinander passen. Selbst traue ich mich damit aber nicht vor die Tür. Das soll sich in dieser Woche ändern!

Ich werde versuchen, ein bisschen mehr so herumzulaufen wie die New Yorker Designerin und Stilikone Iris Apfel. Sie könnte im Duden gleich neben dem Wort „exzentrisch“ stehen. Das Motto der 95-Jährigen lautet „More ist more. Less is a bore.“

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was es mit mir macht, wenn ich mich in einem – für meine Verhältnisse! – ungewöhnlichen Outfit in die Öffentlichkeit wage. Vielleicht wird es der peinlichste Tag meines Lebens und ich werde mich absolut unwohl fühlen. Oder ich schnuppere ein bisschen wohldosierte Abenteuerluft und finde Gefallen daran. Ein bisschen nervenkitzelig wird es sicher. 😀

Was zieht ihr an?

Am kommenden Donnerstag veröffentliche ich mein wagemutiges Outfit und es gibt die nächste Aufgabe. Bis dahin: Werdet kreativ! 🙂

Für alle, die neu hier sind und sich fragen, was es mit diesen mysteriösen Aufgaben auf sich hat, gibt es hier noch einmal alle wichtigen Infos. Ich freue mich, wenn ihr beim nächsten Mal mit dabei seid!